Domarin sichert Fahrrinnentiefe im Raum Würzburg
3. November 2025 | Moritz Glück
Über mehrere Wochen hinweg arbeitete Domarin an zentralen Abschnitten des Mains, um Sedimentablagerungen gezielt zu entfernen und die durchgängige Befahrbarkeit der Wasserstraße langfristig sicherzustellen. Die Arbeiten konzentrierten sich auf insgesamt 20 klar definierte Bereiche zwischen Marktbreit und Volkach im Großraum Würzburg bis in Richtung Schweinfurt.
Unterschiedlich große Sohlflächen gezielt bearbeitet
Die betroffenen Sohlflächen wiesen unterschiedliche Ausmaße auf. Sie reichten von rund 250 Quadratmetern bis zu etwa 10.000 Quadratmetern. Je nach örtlicher Situation und Sedimentmenge erfolgten die Baggerungen bis zu einer Tiefe von rund 3,10 Metern.
„Unser Anspruch ist es, jede Maßnahme präzise auf die jeweiligen Gegebenheiten abzustimmen. Gerade bei Nassbaggerungen ist eine exakte Abstimmung zwischen Technik, Vermessung und Logistik entscheidend“, erklärt Projektleiter Bernhard Faltl.
Leistungsstarke Technik im kombinierten Einsatz
Zum Einsatz kam ein Baggerponton, ausgestattet mit einem Liebherr 966. Unterstützt wurde dieser von einem Schubschiff mit zwei Schubleichtern. Für die laufende Kontrolle der Tiefen sorgte ein Boot mit Peilrahmen, das die notwendigen Vermessungsarbeiten durchführte.
Da die Baggerarbeiten direkt in der Fahrrinne stattfanden, hatte die Sicherheit des laufenden Schiffsverkehrs oberste Priorität. Der Schiffsführer behielt sämtliche Bewegungen im Umkreis von rund fünf Kilometern über das bordeigene AIS, das Automatic Identification System, im Blick. Bei Annäherung eines Schiffes wurde frühzeitig per Funk Kontakt aufgenommen und über die laufenden Bauarbeiten informiert. Wenn es die Situation erforderte, wurde die Baggereinheit aus der Fahrrinne manövriert, sodass die vorbeifahrenden Schiffe sicher passieren konnten. „Gerade auf stark frequentierten Wasserstraßen ist eine vorausschauende Kommunikation entscheidend. Die laufende Abstimmung mit der Schifffahrt war ein wesentlicher Bestandteil unseres Sicherheitskonzepts“, so Faltl.
Das gelöste Material wurde direkt in Lastschuten verladen und anschließend auf dem Wasserweg zu einem Subunternehmen transportiert, wo die fachgerechte Entsorgung erfolgte. Durch diese abgestimmte Prozesskette konnten die Arbeiten effizient und mit minimalen Beeinträchtigungen für die Schifffahrt umgesetzt werden.
„Die enge Verzahnung von Baggerung, Vermessung und Entsorgung ist der Schlüssel für einen reibungslosen Ablauf. Unser Team hat hier über mehrere Wochen hinweg hochkonzentriert gearbeitet“, so Faltl.
Mit den durchgeführten Nassbaggerungen leistet Domarin einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Infrastruktur auf einer der wichtigsten Wasserstraßen Süddeutschlands. Durch die systematische Entfernung von Sedimentablagerungen bleiben zentrale Abschnitte des Mains dauerhaft für die Schifffahrt nutzbar.